Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Willehad Groß Grönau

Grabfeld für totgeborene Kinder

E I N   P L A T Z   F Ü R   D I E   T R A U E R

GedenksteinFür Eltern, deren Kind vor der Geburt stirbt, ist dies sehr schmerzhaft. Oft geschieht dies überraschend, und so sind die Eltern, die sich voller Hoffnung auf die Geburt ihres Kindes eingerichtet hatten, ganz plötzlich mit dem Tod konfrontiert. Selten haben sie dann die Ruhe und die Zeit zu überlegen, was mit ihrem toten Kind geschehen soll. Viele wissen nicht, dass eine normale Beerdigung auf dem Friedhof möglich ist; denn totgeborene Kinder, die unter 1000 Gramm wiegen, sind nicht bestattungspflichtig. So werden sie in den meisten Fällen dem Krankenhaus überlassen. Aber es ist sehr wichtig für die Verarbeitung der Trauer, dass die Trauernden richtig Abschied nehmen konnten. Dazu hilft ein würdiges Bestattungsritual. Auch einen Platz für die Trauer zu haben, den man aufsuchen kann, ist für die meisten sehr hilfreich.

Wir haben daher auf unserem kirchlichen Friedhof ein Grabfeld eingerichtet, auf dem totgeborene Kinder aus dem Bereich unserer Kirchengemeinde sowie bis auf weiteres auch aus Lübeck bestattet werden können. (Selbstverständlich ist es auch weiterhin möglich, das Kind in einem normalen Grab, zum Beispiel in einem Familiengrab beizusetzen.) Das neue Grabfeld liegt an der nördlichen Seite des Friedhofes links vom kleinen Friedhofstor. Auf der gemeinsamen Rasenfläche sind Beisetzungen im Sarg oder in der Urne möglich.

Die Kosten sind bewusst niedrig gehalten, um allen Eltern die Beisetzung zu ermöglichen. Die Gebühr für die Grabnutzung und für das Ausheben und Schließen des Grabes beträgt zusammen 250 Euro. Die Pflege der Fläche wird vom Friedhofsamt übernommen.

Es kann auf diesem gemeinsamen Grabfeld kein eigener Grabstein gesetzt werden. Jedoch wird von der Kirchengemeinde ein Gedenkstein aufgestellt. Auf diesem Stein sind Schmetterlinge dargestellt. Der schöne, leichte Schmetterling, der sich aus der unscheinbaren, starren Raupe verwandelt, hat die Menschen seit Jahrhunderten veranlasst, darin ein Sinnbild für die Auferstehung zu erkennen. Es steht die Vorstellung dahinter, dass der irdische Leib des Menschen nach dem Tode verwandelt wird zu einem geistlichem Leib. Der Gedenkstein trägt folgende Inschrift:

GedenksteinD u   k a m s t,
d u   g i n g s t
m i t   l e i s e r   S p u r,
e i n   f l ü c h t ' g e r   G a s t
i m   E r d e n l a n d;
w o h e r?   w o h i n?
W i r   w i s s e n   n u r:
a u s   G o t t e s   H a n d
i n   G o t t e s   H a n d.

Wir möchten Eltern, die um ihr totgebornes Kind trauern, helfen, dass sie ihr totes Kind in Würde beisetzen können und sie einen Platz für ihre Trauer haben und Menschen, die sie seelsorgerlich in ihrem Leid begleiten.

 

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